Blogjubiläum: 3 Jahre Papierkrieg.Blog

Ein Blick auf den Blog 3 Jahre nach dem ersten Blogartikel.

Wie die Zeit vergeht …

Heute vor 3 Jahren, am 05.09.2018, habe ich mit Arbeitsplatz den ersten Blogpost auf Papierkrieg.Blog veröffentlicht. Dieses Jubiläum möchte ich nutzen, um das Projekt zu reflektieren, mir Gedanken darüber zu machen, wie es weitergehen soll, und auch, inwiefern sich mein Arbeitsplatz denn nun geändert hat.

Arbeitsplatz

Fangen wir doch damit an. Ich erinnere mich noch, wie vorm Schreibtisch saß, mich umsah und mich fragte: „Und? Worüber soll ich nun schreiben?“ Ich wusste nicht, was Leser*innen interessieren würde. Immerhin kannte mich noch niemand, ich hatte nichts veröffentlicht und trat auch sonst nicht wirklich in Erscheinung. Aber irgendwann, so hoffte ich, würde ich bekannt sein und Menschen würden sich fragen, was und wie ich schreibe. Naiv. Dennoch ist die Hoffnung geblieben und mein Weg ist noch lange nicht beendet.

Aktualisieren wir die Beschreibung! Der Tisch ist der gleiche, der Sitz wurde irgendwann ausgetauscht und auch der PC ist neuer (wenn auch nicht mehr neu). Oder vertue ich mich? Sind 3 Jahre doch nicht so lang? Ein Blick auf den alten Header zeigt, ich habe mich tatsächlich vertan. Der PC ist der gleiche, der Stuhl vielleicht auch. Es hängen sogar die gleichen 3 Bilder an der Wand. Immerhin stehen Schreibtisch und PC an einer anderen Stelle. Nennen wir das mal Veränderung.

Papierkrieg: Der Blog

Stets die wichtigste Aufgabe des Blogs sollte sein, meine Herangehensweise ans Schreiben zu beleuchten, ganz besonders im Bezug auf konkrete Werke. Diese Aufgabe erfüllte und erfüllt Papierkrieg.Blog zuverlässig. Andere Aufgaben und Themengebiete haben sich gewandelt. So sind Buchbesprechungen und Rezensionen zu Buchensemble.de abgewandert, und Veröffentlichungen finden nur noch in Ausnahmefällen direkt hier statt, sondern gehen stattdessen in den Druck oder an Verlage und die Jurys verschiedener Ausschreibungen. Man könnte sagen, der Blog ist erwachsener geworden so wie auch ich. Dann wiederum schreibe ich mehr über Filme und Serien und in dem Bereich besonders über Marvel und andere Comic-Verfilmungen, einfach weil es mir Spaß macht.

Eine weitere wichtige Funktion der Website ist es, als eine Art Hub zu dienen, als Verteilzentrum zu verschiedenen Veröffentlichungen und Veröffentlichungsplattformen. Alles, was es von mir und über mich gibt, wird hier gesammelt und geteilt: Bücher, Zeitschriften, Zeitungen, Interviews, Podcasts, Rezensionen, Social Media usw. Das wird so bleiben.

Die Zukunft

2021 habe ich noch keine Bücher veröffentlicht. Das hat mehrere Gründe. Einerseits kostet mich die Pandemie Energie, die ich lieber ins Schreiben investieren würde. Andererseits habe ich viele neue Projekte, an denen ich gearbeitet habe und arbeite. Ich rezensiere beim Buchensemble, bin Mitglied bei Nikas Erben und nehme an mehr Ausschreibungen verschiedenster Arten Teil. Der vielleicht wichtigste Grund, warum neue Veröffentlichungen bislang ausgeblieben sind, ist, dass ich meine Manuskripte an Verlage schicke, anstatt sie selbst zu veröffentlichen. Das kostet Zeit.

Was hat das alles mit dem Blog zu tun? Ich ziehe es in Erwägung, Papierkrieg.Blog auf das Wesentliche zu reduzieren und Redaktionspläne komplett aus dem Fenster zu werfen. Das würde bedeuten, dass ich zu neuen Veröffentlichungen (für dieses Jahr sind z.B. noch 2 Anthologien geplant) Blogartikel schreiben und Hinweise posten werde auf Texte andernorts, und nur noch andere Artikel schreibe, wenn ich gerade Lust dazu habe. Stattdessen würde ich mich um meine literarischen Texte kümmern und um andere spannende und vielversprechende Projekte. Man könnte es auch knapp zusammenfassen mit: Aktuell habe ich wenig Spaß an und noch weniger Energie für den Blog. Eine endgültige Entscheidung ist aber noch nicht gefallen.

Fazit

Es geht weiter. Irgendwie.

Nicht besonders tiefgründig, aber immerhin ehrlich. In Zeiten, in denen ich wenig Energie habe, muss ich mich auf das Wesentliche konzentrieren. Dieses Wesentliche ist zuerst meine Gesundheit (auch wenn ich nicht immer danach handle) und mein Sozialleben, dann das Verfassen von Literatur, dann weitere Projekte, die potenziell etwas abwerfen könnten, und erst am Ende der Blog. Doch was konkret passieren wird, werden wir sehen. Danke für eure Zeit!

Autor: Matthias Thurau

Autor, 1985 geboren, aus Dortmund. Schreibt Romane, Erzählungen, Lyrik. Rezensent beim Buchensemble, Mitglied von Nikas Erben.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.